Woche 64 - 66 - Thanksgiving Urlaub

Jahr 2 Woche 12 - 14
16. November - 6. Dezember 2013



Lange nichts von uns gehört, oder? 
Hat irgendjemand überhaupt meinen Blog vermisst?
Wenn ja...  Hier bin ich wieder!
Wenn nein... Hier bin ich trotzdem wieder!

In der Woche 64 habe ich kein Blog geschrieben, weil wir unseren Urlaub planten und uns darauf vorbereiten mussten.
Eins muss ich aber erwähnen. Mein Bruder bekam am 16.11 ein Pokal für sehr gutes Spiel in Flag-Football.
Gratulation!

Die Woche 65 war so aufregend, dass ich sie splitten muss...

Am Samstag Abend flogen wir nach Seattle. Als alle sicher im Flugzeug saßen, musste die Fluggesellschaft natürlich das Sicherheits-Video abspielen. Ich war nicht unbedingt scharf darauf, dieses zu sehen. Als es dann aber angefangen hat, war ich begeistert. Es war mal was ganz anderes und sehr frisch. Es muss erwähnt werden, dass die Fluggesellschaft Virgin America heißt und dieses Video  wahrscheinlich in Deutschland leider nicht zu sehen sein wird. Lustige Idee. Einmal in der Luft ist dann alles flüssig abgelaufen.

In den Sonntag starteten wir mit dem Besuch der Space Needle. Sie ist 184 Meter hoch und wurde als Zentrum von Seattle in 1962 errichtet und diente ebenfalls dem World Fair im selben Jahr als Mittelpunkt dieser Veranstaltung.
Zu der Zeit war es eins der höchsten Gebäude der Welt. Aktuell schafft sie es nicht mal unter die Top 300 der höchsten Gebäude der Welt. Von der Aussichts-Plattform aus überblickt man fast ganz Seattle.





Nach diesem Ausflug in erstaunlichen Höhen hatten meine Eltern eine Überraschung in petto. Sie hielten uns den Vormittag hin. Mein Bruder und ich wollten, dass sie uns mindestens mal einen Tipp geben. Oben, auf der Space Needle, verplapperte sich dann mein Vater. Er fragte uns, ob wir uns schon auf die Hafenrundfahrt freuten. Wir merkten sofort, dass an dieser Aussage etwas nicht stimmt und mein Vater uns reinlegen will. Aber meine Eltern waren wie ein eingespieltes Team, so dass wir ein wenig in Zweifel kamen. Vor allem, als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, machten wir uns auf den Weg entlang des Ufers. Dabei hielten wir mehrmals an verschiedenen Bootsrundfahrt-Unternehmen und meine Eltern taten so als ob sie etwas suchen. Dann gingen wir weiter

und je länger wir unterwegs waren desto ärmer wurde die Gegend. Als es immer dunkler und heruntergekommener wurde, begannen sogar meine Eltern zu zweifeln. 


Sie fragten sich, ob das hier so richtig ist! Doch mittendrin, in diesem Ghetto, sagten sie: „Hier ist es!??!!“ Als wir dann auf das Schild schauten, glaubten wir es kaum... da lasen wir tatsächlich… SEGWAY TOURS.


















Wir wollten schon immer mal Segway fahren und da hatten wir endlich mal die Chance. Mein Bruder und ich waren Naturtalente und „cruisten“ mit Leichtigkeit von Anfang an durch die Stadt. Aber auch meine Eltern fanden es einfach und lustig damit zu fahren.



Trotz der Gegend erwies sich der Besitzer/Stadtführer als kompetent und witzig. Mit seinen Anweisungen haben wir in Seattle die wichtigsten Punkte auf eine originelle Art abgeklappert. Nach dieser amüsanten Tour machten wir uns wieder auf den Weg zur Space Needle. Meine Eltern bestanden darauf, sie nochmals bei Nacht zu besichtigen. Die Stadt glänzte und war voll mit Lichtern. Es war wunderschön.




Montag war ein wenig ruhiger und nicht so durchgeplant wie Sonntag. Von unserem Hotel aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum EMP Museum.  Es ist ein „Hands on Museum“, was so viel heißt wie: anfassen und selber machen. 
Mein Lieblings-Part des Museums waren die kleinen Aufnahmestudios. Es sind kleine und schallisolierte Räume in denen Instrumente und Mikrophone bereit stehen. Dort hatten wir die Möglichkeit uns aufzunehmen während wir auf Schlagzeugen rumhämmerten, bei Keyboard in die Tasten hauten und E-Gitarre spielten.















Das war aber noch nicht alles... 

Das Museum hat einen Raum mit einer riiiiiiiiiiiieeeeeeeesigen Leinwand, auf der wir uns die Erfolge verschiedenen Rockbands anschauen konnten. Aus Seattle stammt nämlich die Musikrichtung „Grunch Rock“, die durch die Band Nirvana bekannt wurde. 





EMP hatte ebenfalls eine große Auswahl an Requisiten aus mehreren Filmen. Ich kann nicht alles aufzählen was sich dort befand. Auf jeden Fall verbrachten wir dort einige Stunden und hatten sehr viel Spaß. 












Nach dieser lehrreichen und lustigen Besichtigung wollten wir etwas an der frischen Seeluft machen. Also entschlossen unsere Eltern mit uns zum Pike Place Market zu gehen. Dorthin gelangen wir mit der Magnetschwebebahn, die uns an die Wuppertaler Bahn erinnerte. 



Pike Place Market stimmte uns weihnachtlich ein, denn die Stände waren mit Tannenzweigen dekoriert und das Wetter war vergleichbar mit Deutschland um diese Jahreszeit. Meine Eltern meinten, es fehlt nur noch der Glühwein.
    




Am Dienstag war dann wieder volles Programm angesagt. Wir mussten um 5 Uhr morgens aufstehen und uns fertig machen. Meine Eltern planten einen Ausflug zu dem 4 Stunden entfernten Olympic National Park.  








Das Klima dort lässt den Wald zum Regenwald mutieren, was ihn wunderschön aussehen lässt.














Dies war aber nicht der einzige Stopp des Tages... Nein, nein, nein. Meine Eltern wollten unbedingt noch zu einem 2 Stunden entfernten Berg fahren. Dort angekommen hatten wir eine Menge Spaß. Es war unter 0 Grad Celsius und alles war voller Schnee und Eis. Mein Bruder und ich machten eine Schneeballschlacht und waren kurz davor einen Schneemann zu bauen.



Es war dann doch ziemlich kalt und wir fuhren wieder zurück ins Hotel. 






Auf der Rückreise haben wir einen anderen Weg gewählt und zwar mit einer Fähre durch die Bucht von Seattle. Von der Fähre aus konnten wir Seattle aus einem neuen Blickwinkel betrachten. 







Mittwoch war für uns ein Ruhetag. Alle waren müde von dem Ausflug in den Regenwald. Deswegen haben wir beschlossen es etwas ruhiger angehen zu lassen. Wir bummelten nochmal durch den Pike Place Market. Dort schauten wir uns nochmal die verschiedene Stände an, aber diesmal genauer den Fischmarkt. Wir waren sehr begeistert von der Auswahl an Fisch und anderem Meerestieren. Gestärkt von der Pita vom Griechen  schlenderten wir durch die Stadt, bis wir an der bekannten Skulptur vor dem Kunst Museum in Seattle ankamen. 



Nachdem wir ein paar Fotos fertig hatten, gingen wir geradeaus zum Hotel ins Bett.  


Donnerstag (hier „Thanksgiving“- Feiertag) war dann wieder volles Programm und „Sehr-Früh-Aufstehen“ angesagt. Wir sind nach Kanada gefahren, genauer gesagt nach Vancouver. Die Stadt an sich hat uns nicht so beeindruckt. Vielleicht lag es an dem trüben Wetter. 








Deswegen beschlossen wir etwas weiter zu fahren. 






In Norden von Vancouver befindet sich die längste Hängebrücke der Welt. Die Capilano Brücke verläuft über den Capilano Fluss, ist 137 Meter lang und befindet sich 70 Meter über dem Boden. Also mit Höhenangst sollte man nicht darüber gehen.


Der schwankende Gang auf die andere Seite der Schlucht ist schon mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Als wir glücklich drüben ankamen, befanden wir uns mitten in einem uralten Wald mit hohen Bäumen. 

Dort wanderten wir über einem Waldweg weiter und zwischendurch konnten wir von Baum zu Baum oder auch von Baumhaus zu Baumhaus über weitere kleinere Hängebrücken gelangen. 


















Die nächste Attraktion war der Cliffwalk.


Das ist eine halbrunde Stahlbrücke, die 5 Meter von der Felswand entfernt ist und mit Glaswänden versehen ist.



Der Park ist faszinierend! Wir sind gewandert, wir sind gelaufen, und haben die Aussicht genossen. Darüber hinaus hatten wir Glück, denn dort hat auch schon die Weihnachtszeit angefangen.


Der dunkle Wald und die Brücken waren mit verschiedenen Lämpchen dekoriert. 


Der Park ist wunderschön und interessant angelegt. 

Am Eingang befanden sich sogar originale Totenpfähle. Der Eintrittspreis ist leider kein Schnäppchen aber es lohnt sich. Wir hatten Spaß.

















Am Freitag ging unser Urlaub schon zu Ende. Wir verbrachten ihn mit Ausschlafen, packen und noch ein wenig Stadt besichtigen. Das war der sogenannte Black Friday. An diesem Tag locken die Geschäfte mit den tollsten Angeboten und das ist der größte Einkauftag in den USA. Dementsprechend waren die Straßen und Geschäfte voll von Leuten. Da bleibe ich eindeutig lieber ganz weit entfernt von diesem Chaos. Meine Mutter hatte das Durchhaltevermögen, aber auch leider uns, 3 Männer im Schlepptau. Drei Mal könnt ihr raten wer gewonnen hat!  Ja, obwohl der Rückflug erst um 20.30 Uhr startete, waren wir schon um 17 Uhr am Flughafen. 

Zuhause angekommen verbrachten wir die Woche 66 damit unsere Hausaufgaben zu machen, die wir für die Ferien aufbekommen haben. Unsere Sachen wurden wie von einer Zauberhand ausgepackt und gewaschen. 
Obwohl unseres Haus auch weihnachtlich dekoriert wurde, fühlten wir uns alle, als ob wir eine Zeitreise gemacht haben. Von einer kalten Weihnachtszeit, kamen wir zurück in den Sommer. 



Ob uns nächste Woche doch noch die Weihnachtsstimmung packt erfahrt ihr dann, denn…


Das war’s für diese Woche
Eure Rittaus




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